U.L.T.R.A.S beim Basketball?

Ultras kennen die meisten nur aus dem Bereich Fußball, denn dort findet man bei fast jedem Verein Deutschlands eine Ultra Gruppierung. Aber auch beim Handball und beim Eishockey (besonders in der Schweiz ist man dort bereits einige Schritte voraus) findet man mittlerweile zahlreiche Ultra Orientierte Gruppierungen. Aber beim Basketball??? Im Süden Europas trifft man auch dort auf einige Ultra Szenen. Besonders ausgeprägt sind diese in Griechenland, Kroatien, Serbien, Italien, Spanien und in der Türkei.

(Anhänger von Aris Thessaloniki- Griechenland)

Ein großer Vorteil in diesen Ländern ist  - wahrscheinlich - das dort die Fußballmannschaften bereits eine gute Szene haben und diese dann auch bei Basketballspielen anwesend sind ( z.B. Panathinaikos oder Galatasaray). Und in Deutschland? Hierzulande findet man so gut wie keine Ultra Gruppe. Zum einen ist es in Deutschland eine absolute Randsportart, zum anderen ist es vielen zu Amerikanisiert und ein Besuch bei den meisten Spielen schreckt gerade Ultra Orientierte ab! Klatschendes Eventpublikum, Popcorn, Nachos, moderne Hallen (Neudeutsch Arenen) wo man sich die Frage stellen muss – geht man in ein Einkaufscenter oder zu einer Sportveranstaltung?

Der Telekom Dom (Basketball Halle) in Bonn. Hier sind die Telekom Baskets zu Hause...

Spruchband in Berlin zu den völlig überzogenen Anforderungen an die Basketball Hallen in Deutschland.

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Die totale Kommerzialisierung dieser wunderschönen Sportart in Vollendung. Hinzu kommt eine völlig unfähige Führungsetage der BBL mit ihrem Geschäftsführer – Freunde werden wir keine mehr!

"Wir kommen wieder, keine Frage - Jan Pommer zitter - wir zählen die Tage!"

(Spruchband nach der Vertragsverlängerung des Geschäftsführer in der BBL)

Hier in Nördlingen ist zum Glück dieser Fortschritt NOCH nicht angekommen. Keine Cheerleader, keine Popcornessende Zuschauer, keine Spieler mit Starallüren, keine Hightech Arena – was zählt ist die Begeisterung für den Verein, für den ehrlichen Sport! Auch nach dem Aufstieg in die höchste Spielklasse in der Saison 08/09 sind wir auf dem Boden geblieben und haben unsere Heimspiele in unserer „Old School Halle“ ausgetragen, hier gibt man sich noch als tradioneller Verein aus und macht aus dem Sport, um das was es letztendlich geht, kein gesellschaftliches Event!

Heimspiele nur in Nördlingen – Gegen den modernen Basketball! Das Beispiel Kaiserslautern zeigt wie kaputt unser Sport gemacht wird! In der Saison 2006/07 spielte Lautern in der 2. Liga als 1. FC Kaiserslautern. Es folgte der Namensverkauf  und die Lizenz ging an die 2007 gegründete Kaiserslautern Braves GmbH über. In der folgenden Saison ging man als Kaiserslautern Braves an den Start. Ein Jahr später wechselte man die Stadt und zog nach Homburg um. Dort traten sie unter dem Namen Teckpro Braves an. In der aktuellen Saison 2009/10 spielen sie unter dem Namen Saar – Pfalz – Braves…

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Selbst vor dem Rekordmeister aus Leverkusen machte der Wahnsinn keinen halt. In der Saison 07/08 wurde die Lizenz nach Düsseldorf verschachert und zack, jetzt spielt man eben dort weiter. Der erhoffte Erfolg und der Zuschauer Zuspruch bzw. der Kundenansturm ist zum Glück ausgeblieben!

Es ist keine Alptraumvision, sondern die Wirklichkeit, das die Leute das Gefühl haben sich ein Firmenspiel anzuschauen, wenn es am Spieltag heißt: Wohnbau Baskets gegen New Yorker Phantoms. Um zu wissen dass hier Essen gegen Braunschweig spielt muss man sich erst informieren! Das schöne am Sport ist doch, dass dieser von sportlicher Rivalität und regionalen Unterschieden geprägt ist. Die Nördlinger gegen die Münchner – NICHT die Donau Rieser gegen die Oberbayern, nicht OBI gegen Red Bull! Auf der einen Seite sind diese Namensverkäufe unumgänglich, auf der anderen Seite: wie soll man sich mit seinem Verein, der jedes Jahr anders heißt identifizieren?! Der vielleicht schon bald nicht mehr in der eigenen Stadt spielt? Schuld geben wir dabei ganz klar den „oberen“. Keine vernünftige TV Präsenz, ständige Vergabe von Wildcards, viel zu hohe Ansprüche an die Vereine, Fernsehgerechte Hallen ohne TV Übertragung..., Utopische Etat Vorschriften, ständige Wettbewerbsänderungen, welche den Sportlichen Wettkampf in den Hintergrund rücken, und vieles mehr. Der Auf und Abstieg wird schon lange nicht mehr sportlich entschieden!

Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, alles dafür zu geben, damit unsere Stadt im Namen bleibt! Wir werden nie so sein wie ihr! Kein Verein auf dieser Welt muss seine Herkunft Verkaufen – Kein Sponsor wird einen dazu zwingen! Das alles, was selbst verständlich sein sollte, darum müssen wir kämpfen! Ein besserer Basketball ist möglich, Änderungen nötig! Die Wahrung der Tradition muss mit allen Mitteln auch bei aktuellen Entscheidungen beachtet werden!!!

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Es ist schwer unter diesen ganzen Umständen begeisternde Anhänger für diese Sportart, für unsere Leidenschaft zu begeistern, mitzureißen und in unsere Gruppe zu integrieren. Wir haben an uns selbst die höchsten Ansprüche gestellt! Wir leben für den Basketball, auch wenn es viele nicht verstehen können, wir geben alles für unseren Verein, weit über das Wochenende hinaus. Ultras – The Way of Life? UN´96 – The Way of Life! Auch nach über zehn Jahren unserer Gründung sind wir noch lange nicht an unseren selbst gesteckten Zielen angekommen. Auch wir haben in der Vergangenheit Fehler gemacht, aus denen wir gelernt haben. Jede Bewegung braucht seine Zeit um sich zu Entwickeln. Wir haben unser Mitgliedersystem auf eine aktive und auf eine Fördermitgliedschaft umgestellt, was für uns ein ganz wichtiger Schritt war. Sich für eine aktive Mitgliedschaft bei uns zu entscheiden heißt mehr als nur mit UN Klamotten rumzulaufen. Jeder muss sich darüber im Klaren sein, das er damit unsere Gruppe repräsentiert  und sich auch dementsprechend verhalten sollte. Bringt euch in die Gruppe ein, fahrt zu den Auswärtsspielen mit, Unterstützt unseren Verein, unsere Stadt - in guten wie in schlechten Zeiten!

Impressionen:

~ Stand September 2009 ~

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